Eingesperrter Hanfaktivist im Hungerstreik
- Eric wrigth
- 14. Juli 2009
- 2 Min. Lesezeit
Der Hanfaktivist Jürgen Hahnel, über dessen Inhaftierung ich gestern berichtet habe, ist in den Hungerstreik getreten und will ihn fortführen, bis er aus der Haft entlassen wird.
Ich habe Jürgen im Vorfeld von der Aktion abgeraten und möchte das nicht zur Nachahmung empfehlen.
Dennoch kann ich ihn verstehen. Die Aktion zeigt, wie sehr immer mehr Cannabiskonsumenten “die Schnauze voll haben” von der staatlichen Verfolgung. Vor allem, wenn ich aus dem Gesundheitsministerium und von Frau Bätzing immer höre, Cannabiskonsumenten würden ja gar nicht verfolgt. Mit Sicherheit sitzen etliche einfache Konsumenten, die nie (mit Gewinnerzielungsabsicht) Cannabis abgegeben haben, im Knast – vor allem, wenn sie ihr Gras selbst angebaut und sich damit vom Schwarzmarkt unabhängig gemacht haben.
Und ich habe großen Respekt vor der Konsequenz, mit der Jürgen Hahnel für seine Ansicht kämpft, dass er mit Hanf kein Unrecht begangen und niemandem geschadet hat.
Bleibt mir nur, Jürgen zu wünschen, dass er die Geschichte gesundheitlich gut übersteht und die von ihm erwartete Zwangsernährung nicht zu derbe wird…
Ach ja, es gibt eine Unterschriftenliste, die man zusammen mit folgender Hungerstreikerklärung hier herunterladen und Jürgens Freilassung fordern kann. Wer weiß, vielleicht bringt es ja was…
HUNGERSTREIKERKLÄRUNG Schluß mit dem „Krieg gegen Drogen“(-KonsumentInnen) Ich hätte eigentlich bis spätestens 16. Juni´09 meine Haft in der JVA-Rottenburg antreten sollen (www.jva-rottenburg.de), aber nachdem der Aufschubantrag (trotz ärztlichem Attest) abgelehnt wurde, blieb mir nichts anderes übrig, als „abzutauchen“ (bis spätestens 7. Juli), da ich noch nicht Alles in Freiheit erledigen konnte. [ Vielleicht wurde ich vor dem 7. Juli verhaftet und der JVA zugeführt – dies ist beim Erstellen dieses Textes am 15.6. unklar ] Mittlerweile bin ich inhaftiert und mein anfangs „stiller“ Hungerstreik (seit dem 1. Hafttag) wird hiermit öffentlich ! [ Es ist damit zu rechnen, daß ich bald ins JVA-Krankenhaus „Hohenasperg“ bei Stuttgart verlegt und zwangsernährt werde ] Dies ist v.a. ein drogenpolitischer Hungerstreik gegen die menschenverachtenden, von PolitikerInnen zu verantwortenden „Betäubungsmittelgesetze“ und alle ProhibitionsbefürworterInnen in Gesellschaft und Medien im Allgemeinen ! [ Das wäre auch ein Thema für den Bundestagswahlkampf – oder ? ] Und gegen (meine) DenunziantInnen, Staatsanwalt Rössner, AG-Richter Hirn, LG-Richterin Schmid, viele Medien(schaffende), einseitige + ausgrenzende (lokale) sozial- , friedens- und sonstigen politischen Gruppen / Organisationen / Bündnisse, lokale Bundestags- / EU-Parlamentabgeordnete, usw. im Besonderen ! Ich werde solange keine Nahrung zu mir nehmen bis ich entweder aus Haftunfähigkeitsgründen oder durch ein sog. „Gnadengesuch“ an Justizminister Goll (Ba.-Wü.) und dessen Order entlassen werde ! [ Dies werde ich aber nicht formulieren, da ich mich dann ja strafrechtlich schuldig fühlen müßte, was ich definitiv ablehne, da ich niemandem geschadet habe und deshalb kein Verbrecher bin, wie auch die überwiegende Mehrheit der Millionen CannabiskonsumentInnen + ihrer „DealerInnen“, die besonders verfolgt werden, aber – nüchtern betrachtet – mit harmloseren Substanzen handeln als die Alkohol-, Tabak- und Pharmabranche ! ] – Wer für meine Freilassung (z.B. durch ein Gnadengesuch) und gegen diese menschenverachtende Drogenpolitik im Allgemeinen ist, kann dies in der Unterschriftenliste dokumentieren und unterstützen.






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