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Drogenpolitik – Wenn die Zeitungen schweigen….

Autorenbild: Eric wrigthEric wrigth
Logo des Blogs: Die Freiheitsliebe - Freiheit und Frieden

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Drogenpolitik spielt nicht nur in der Politik, sondern auch in den Medien nur eine marginale Rolle. So gerne über Drogen und Drogenprobleme berichtet wird, so wenig wird hinterfragt, was hier eigentlich passiert. Polizeiberichte werden eins zu eins abgedruckt, Drogentote werden einfach so hingenommen und Tickermeldungen werden als Füllmaterial mit knackigen Überschriften verwendet. Seien es die “komasaufenden Jugendlichen”, die “Kiffen macht dumm”-Studie oder die “Killerdroge Crystal”, für die Quote werden Drogenmeldungen gerne genommen, aber dann endet das Interesse schnell. Im Fall von Crystal wird die fragwürdige CDU-These, dass die Entkriminalisierung in Tschechien dafür verantwortlich sei, auch einfach übernommen.

Umso wichtiger ist deswegen die Rolle von alternativen Medien wie Blogs bei diesem Thema. Hierzu zählen im weiteren Sinne auch – teilweise an Print-Zeitungen angegliederte – (halb-)professionelle Angebote wie die taz – Drogerie, Telepolis, Der Freitag (hier gab es auch einige Übersetzungen von guten Artikel aus dem Guardian), heilpraxisnet (die gerne auch mal Pressemitteilungen von uns veröffentlichen) oder The European. Ein schönes Beispiel für komplett vergessene Themen im Bereich Drogenpolitik ist die Entkriminalisierung in Portugal.

Seit mehr als 10 Jahren setzt Portugal in der Drogenpolitik nicht länger auf eine strafrechtliche Verfolgung von Drogenkonsumenten. Leider ist dieser Paradigmenwechsel und seine positiven Effekte – wie beispielsweise eine rapide fallende HIV-Neuinfektionsrate – in Deutschland quasi unbekannt. Die Artikel “Das normalisierte Drogenparadies am Ende Europas” (Telepolis) und “Portugals Entkriminalisierung von Drogen zeigt Erfolg” sind bis heute die einzigen uns bekannten deutschsprachigen Zeitungsartikel zu diesem Thema.

Umso erfreulicher ist der Artikel “Eine humane Drogenpolitik muss her – Portugal machts vor” des Blogs “Die Freiheitsliebe – Freiheit und Frieden“:



Seit 2001 ist der Drogenkonsum und -besitz in Portugal entkriminalisiert. Die Konsumenten dürfen allerdings nicht mehr als 10 Tagesdosen mit sich führen: Das sind 0,1g Heroin, 0,1g Ecstasy, 0,2g Kokain oder 2,5g Cannabis. Überschreiten sie diese Menge, werden sie der normalen Gerichtsbarkeit überführt. Heute, zwölf Jahre später, kann man feststellen, dass die Abhängigkeitsraten nicht gestiegen sind und die Zahl der Drogentoten rapide abgenommen hat – Grund genug, um einmal genauer auf Portugal zu schauen. [Weiterlesen]


Das aktive linksliberale und in einigen Punkten sicherlich auch streitbare Blog veröffentlicht regelmäßig Artikel zum Thema Drogenpolitik. Insbesondere die stetig wachsende Interview-Sammlung ist einen Klick wert:

  1. Frank Tempel – Drogenpolitik – Ein Gespräch mit dem drogenpolitischen Sprecher Frank Tempel(LINKE)

  2. Georg Wurth – “Der Wandel ist greifbar” – ein Gespräch mit Hanfverbandgeschäftsführer Georg Wurth

  3. Maximilian Plenert – “Drogen und ihre Prohibition” – Ein Gespräch mit Maximilian Plenert

  4. Gabi (SCM-Pressesprecherin) – Cannabis als Medizin? “Wir fordern die Genehmigung des Eigenanbaus von Cannabis”

  5. Joep Oomen (ENCOD) – Die Drogenpolitikreform ist mehr als Politik

aber auch Artikel wie “Rauschzeichen” – den bewussten Umgang mit Cannabis lernen, Die Zahl der Todesstrafen für Cannabiskonsumenten steigt!, Stefanie Vogelsang(CDU) blamiert sich bei Drogendebatte. Die Freiheitsliebe gibts auch bei Facebook.

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