2.000 Streckmittelmeldungen beim DHV eingegangen
- Eric wrigth
- 18. März 2011
- 3 Min. Lesezeit
Am 24. September 2010 mussten wir traurigerweise über die 1.000 Streckmittelmeldung berichten, die uns innerhalb von ca. anderthalb Jahren gemeldet wurde. Heute, ein knappes halbes Jahr später, erreichte uns bereits die 2.000 Meldung. Da selbst angesichts dessen die verantwortlichen Personen in der deutschen Drogenpolitik anscheinend nicht mit Worten von der Dringlichkeit der Schaffung von Drug-Checking-Möglichkeiten und einer Legalisierung – zumindest des Eigenanbaus – zu überzeugen sind, versuchen wir es diesmal einfacher – mit Bildern, die uns im Laufe der Zeit von Betroffenen zugesendet wurden.
Wer gerade gefrühstückt oder generell einen schwachen Magen hat, sollte die Meldung an dieser Stelle verlassen.

Hier scheint dem “Hanffachhändler” mal wieder versehentlich bei der Zubereitung des morgendlichen Kaffees etwas Zucker in seine Ware gefallen zu sein. Tipp: Gegen Parkinson kann Hanf sicher sinnvoll eingesetzt werden, gegen dumme Ausreden jedoch nicht.

Tja, ob das jetzt Hanf ist, ein halbverwester Frosch oder vielleicht doch sogar eine außerirdische Lebensform wissen wir nicht genau. Wir wissen nur, dass das Verräuchern derartiger Dinge höchstens mit Mundschutz im Freien erfolgen sollte.

Jamaikanisches Dschungelcamp: Wer alle Plastikwürmer wegkifft, bekommt 10 Sterne. 🙂

Ach ja, das gute, alte Brix. Sorgt lt. Hersteller für einen höheren Ertrag [sic!] , ein schöneres Aussehen und einen besseren Geschmack beim Konsum. Das können wir angesichts solcher Bilder kaum glauben. Sie, Frau Dyckmans?

Ob dieser weisse Glibber jetzt Brix ist oder ob der Dealer nur versucht hat, eine Kreuzung aus Mensch und Hanfpflanze zu züchten, ist schwer zu sagen. Dass man sowas nicht in der Lunge haben sollte hingegen nicht.

Wie man sieht, wird man im Land der Prohibition selbst plattgetretene Kaugummis für 10,- Euro/g los. Wobei, es könnte sich auch um gefrorenen, erbrochenen Gemüseauflauf handeln. Aber auch das werden wir dank fehlender Drug-Checking-Möglichkeiten wohl nie erfahren.

Auch beim letzten Foto mag man kaum glauben, dass es sich hierbei angeblich um Pflanzenmaterial handeln soll. Aber vielleicht muss man es nur erstmal freimeißeln. Jedoch sollten auch handwerklich begabte Kiffer von derartigem Unkraut die Finger lassen.
Diese Bildergalerie ist lediglich eine kleine Auswahl dessen, was deutsche Kifferinnen und Kiffer sich tagtäglich unfreiwillig in die Lungenflügel ziehen. Sollte es die Bundesregierung weiter bevorzugen, den Cannabismarkt in den Händen skrupelloser Giftpanscher zu lassen, dürften in den nächsten Jahren die Lungenerkrankungen rapide ansteigen, denn Husten, Atemprobleme, Hals- und Lungenschmerzen zählen zu den meistgenannten Nebenwirkungen, von denen uns Konsumenten gestreckter Ware berichten. Kein Wunder, denn hauptsächlich wird immer noch mit synthetischen Streckmitteln wie Brix gestreckt und verbranntes Plastik mit Zucker in der Lunge fördert nicht gerade das freie Durchatmen.
Deshalb rufen wir hiermit die Verantwortlichen zum wiederholten Male auf, sich endlich ihrer Verantwortung den Bürgern gegenüber zu stellen und dagegen wirkungsvoll vorzugehen, entweder durch eine völlige Legalisierung von Cannabis oder zumindest des Eigenanbaus. Den Konsum in der Bevölkerung würde das nicht erhöhen, wie auch Statistiken mehrfach gezeigt haben. Die Lebenserwartung der Konsumenten hingegen schon, weshalb wir in diesem Zusammenhang zusätzlich seit jeher folgendes fordern:
– Analysieren Sie Cannabis auf Verunreinigungen und Beimengungen und ermitteln sie das Gesundheitsrisiko! – Stellen Sie allen Konsumenten und Hilfseinrichtungen sachliche Informationen über die gefundenen Verunreinigungen zur Verfügung! – Ermöglichen Sie Cannabis-Checking! Schaffen Sie eine Möglichkeit, Cannabisprodukte anonym auf Fremdstoffe und Verunreinigungen prüfen zu lassen.
Der Streckmittelmelder des DHV
Informationen über Streckmittel und Verunreinigungen in Marihuana
Geografische Analyse der Streckmittelmeldungen
Meldung des DHV zur 1.000 Streckmittelmeldung
Meldung des DHV vom 22.06.2007: Bundesregierung ignoriert verseuchtes Cannabis
Meldung des DHV vom 12.02.2010: Marihuana in Deutschland massiv gestreckt
Pressemitteilung des DHV vom 23.09.2010: Was weiß das LKA NRW über gestrecktes Gras?
DHV-Protestmailer: Stoppt den Chemiecocktail – Eigenanbau legalisieren!






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